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Als Beamter übernimmst du täglich Verantwortung – im Job, gegenüber anderen und auch für dein eigenes Leben. Aber was passiert, wenn deine Gesundheit dir plötzlich einen Strich durch die Rechnung macht und du deinen Dienst nicht mehr ausüben darfst?
Genau hier wird es ernst. Denn auch im Staatsdienst schützt dich dein Status nicht automatisch vor finanziellen Einbußen. Eine Dienstunfähigkeitsversicherung sorgt dafür, dass deine Existenz gesichert bleibt, wenn deine Gesundheit nicht mehr mitspielt.
Viele verlassen sich auf die Versorgung durch den Dienstherrn. Das kann funktionieren, muss es aber nicht. Vor allem in den ersten Dienstjahren ist die staatliche Absicherung lückenhaft. Wer hier nicht privat vorsorgt, riskiert im Ernstfall erhebliche finanzielle Nachteile.
Was ist eine DU-Versicherung?
Die Dienstunfähigkeitsversicherung, kurz DU, ist eine speziell auf Beamte zugeschnittene Absicherung. Sie zahlt dir eine monatliche Rente, wenn du vom Dienstherrn offiziell für dienstunfähig erklärt wirst. Genau hier liegt der entscheidende Punkt: Maßgeblich ist nicht die Einschätzung eines privaten Versicherers, sondern die behördliche Feststellung.
Damit das funktioniert, muss deine Dienstunfähigkeitsversicherung eine sogenannte echte Dienstunfähigkeitsklausel erhalten. Nur dann erkennt der Versicherer die Entscheidung des Dienstherrn an und zahlt ohne zusätzliche Prüfung. Fehlt diese Klausel, kann es passieren, dass du zwar aus dem Dienst entlassen wirst, die Versicherung jedoch nicht leistet. Diese Konstellation wäre fatal.

Unterschied zwischen BU- und DU-Versicherung
Viele Beamte fragen sich, ob eine normale Berufsunfähigkeitsversicherung nicht ausreicht. Die Antwort lautet: häufig nicht.
Bei einer klassischen Berufsunfähigkeitsversicherung prüft der Versicherer eigenständig, ob du deinen zuletzt ausgeübten Beruf zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben kannst. Die Entscheidung liegt also beim Versicherer. Er bewertet medizinische Gutachten und legt eigene Maßstäbe an.
Bei Beamten ist die Situation anders: Hier entscheidet der Dienstherr, ob eine Dienstunfähigkeit vorliegt. Ohne echte DU-Klausel kann es passieren, dass der Staat dich als dienstunfähig einstuft, der Versicherer aber argumentiert, du könntest theoretisch noch einer anderen Tätigkeit nachgehen. Das führt zu einer gefährlichen Versorgungslücke.
Ist eine DU-Versicherung für Beamte sinnvoll?
Die kurze Antwort lautet: ja. Die differenzierte Antwort hängt von deiner Laufbahn ab.
Beamte auf Widerruf (Referendare, Anwärter)
- Kein Anspruch auf Ruhegehalt
- Hohe Gefahr der Entlassung
- Existenzielle Risiken bei Krankheit
Beamte auf Probe
- Eingeschränkte Versorgungsansprüche
- Dienstunfähigkeit kann das Karriereende bedeuten
- Finanzielle Absicherung oft unzureichend
Beamte auf Lebenszeit
- Versorgungslücke von mehreren hundert bis tausend Euro möglich
- Anspruch auf Ruhegehalt
- Ruhegehalt liegt meist deutlich unter dem letzten Einkommen
Die entscheidende Frage lautet also nicht, ob du abgesichert bist, sondern wie groß deine Versorgungslücke im Ernstfall wäre.
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Was deckt eine DU-Versicherung ab?
Im Kern zahlt die Dienstunfähigkeitsversicherung eine vertraglich vereinbarte monatliche Rente, sobald eine behördlich festgestellte Dienstunfähigkeit vorliegt. Diese Rente soll dein Einkommen ersetzen und deine laufenden Kosten decken. Gute Tarife beinhalten zudem eine Beitragsbefreiung im Leistungsfall, sodass du während der Bezugszeit keine weiteren Beiträge zahlen musst.
Ferner gibt es wichtige Zusatzbausteine wie Nachversicherungsgarantien. Diese ermöglichen es dir, die abgesicherte Rentenhöhe später ohne erneute Gesundheitsprüfung anzupassen, beispielsweise bei Beförderungen, Heirat oder Geburt eines Kindes. Ebenso sinnvoll ist eine vereinbarte Dynamik, die deine Rente regelmäßig erhöht, damit sie auch in zwanzig oder dreißig Jahren noch ausreichend ist.
Entscheidend ist, dass die Leistung bis zum regulären Pensionsalter vereinbart wird. Nur so entsteht keine weitere Lücke zwischen Leistungsende und Beginn der Pension.
Wie lange sollte eine DU-Versicherung laufen?
Die Laufzeit ist ein zentraler Punkt. Idealerweise sicherst du dich bis zum regulären Ruhestand ab, also in der Regel bis zum 67. Lebensjahr oder bis zu deinem individuellen Pensionsalter.
Manche Verträge enden früher, beispielsweise mit 60 oder 62 Jahren. Das mag den Beitrag senken, schafft jedoch ein erhebliches Risiko. Wirst du mit 61 dienstunfähig und deine Versicherung endet mit 62, stehst du anschließend ohne Leistung da.
Deshalb gilt: Eine vermeintliche Beitragsersparnis durch eine kurze Laufzeit kann langfristig sehr teuer werden.
Wie viel kostet eine DU-Versicherung für Beamte?
Die Beiträge hängen stark von deiner individuellen Situation ab. Die Beiträge hängen ab von:
- Laufzeit
- Eintrittsalter
- Gesundheitszustand
- Berufsgruppe (z. B. Lehrer, Polizei, Verwaltung)
- Höhe der DU-Rente
Ein junger Beamtenanwärter mit guter Gesundheit, der eine monatliche DU-Rente von 1.500 Euro bis zum 67. Lebensjahr absichert, zahlt häufig zwischen 40 und 70 Euro im Monat. Je älter du beim Abschluss bist, desto höher fällt der Beitrag aus. Auch bestimmte Berufsgruppen wie der Polizeivollzugsdienst werden risikotechnisch anders eingestuft und zahlen in der Regel mehr.
Je früher du abschließt, desto günstiger sind die Konditionen und desto wahrscheinlicher ist es, dass du ohne Risikozuschläge aufgenommen wirst.
Häufige Fehler bei der DU-Absicherung
In der Praxis sehen wir immer wieder ähnliche Fehler:
- Keine echte Dienstunfähigkeitsklausel vereinbart
- Zu niedrige Rentenhöhe gewählt
- Laufzeit endet vor dem Ruhestand
- Keine Dynamik integriert
- Gesundheitsfragen unvollständig beantwortet
Diese Fehler können im Ernstfall dazu führen, dass:
- Leistungen nicht ausreichen
- Ansprüche gefährdet sind
- finanzielle Engpässe entstehen
Deine Arbeitskraft ist dein größtes Kapital
Auch als Beamter bist du nicht unverwundbar. Psychische Belastungen, chronische Erkrankungen oder Unfälle können dazu führen, dass du deinen Dienst nicht mehr ausüben darfst. Die Dienstunfähigkeitsversicherung sorgt dafür, dass du in dieser Situation finanziell handlungsfähig bleibst.
Besonders sinnvoll ist der Abschluss frühzeitig – idealerweise bereits während der Ausbildung oder im Referendariat. So sicherst du dir günstige Beiträge und vermeidest spätere gesundheitliche Hürden.
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