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Als Lehramtsanwärter stehst du an einem entscheidenden Punkt. Du bist mitten im Referendariat, hast wenig Einkommen und trotzdem eine der wichtigsten Krankenversicherungsentscheidungen deines Lebens vor dir.
Denn genau jetzt, in dieser Phase, kann der Einstieg in die private Krankenversicherung besonders attraktiv sein. Warum das so ist, was du beachten solltest und wer wirklich davon profitiert – das erfährst du in diesem Artikel.
Warum das Referendariat der ideale Zeitpunkt sein kann
Die meisten Lehramtsanwärter denken während des Referendariats nicht an Krankenversicherung. Das ist verständlich. Lehrproben, Seminare, der erste eigene Unterricht – das Leben ist gerade voll genug.
Dabei ist genau jetzt der Moment, der über deine Absicherung der nächsten Jahrzehnte entscheidet.
Der Grund: Als Lehramtsanwärter wirst du in der Regel als Beamter auf Widerruf geführt. Und genau das eröffnet dir eine Möglichkeit, die du als späterer Angestellter nicht hättest: den Zugang zur privaten Krankenversicherung über das Beihilfesystem.
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Was bedeutet Beihilfe für dich als Lehramtsanwärter?
Als Beamter auf Widerruf erhältst du sogenannte Beihilfe von deinem Dienstherrn, also vom Bundesland, in dem du dein Referendariat absolvierst.
Das Prinzip ist einfach: Ein Teil deiner Krankheitskosten wird direkt vom Staat übernommen. Den Rest sicherst du über eine private Krankenversicherung ab.
Wie hoch ist die Beihilfe?
Das hängt von deinem Bundesland und deinem Familienstatus ab. Typische Beihilfesätze für Lehramtsanwärter ohne Kinder liegen bei 50 %. Mit Kindern steigt dieser Satz häufig auf 70 % oder mehr.
Das bedeutet: Du musst nicht deine gesamten Krankenkosten privat versichern, sondern nur den verbleibenden Anteil. Das macht die PKV für dich in dieser Lebensphase oft deutlich günstiger als für andere.
PKV im Referendariat: Was kostet das wirklich?
Weil du als Lehramtsanwärter nur den beihilfekonformen Restanteil absichern musst, fallen die Beiträge oft überraschend niedrig aus. Viele junge Referendare zahlen zwischen 80 und 150 Euro monatlich für einen guten Tarif.
Entscheidend für deinen Beitrag sind:
- dein Alter beim Einstieg
- dein Gesundheitszustand
- dein Beihilfesatz (abhängig von Bundesland und Familienstatus)
- der gewählte Tarif und Leistungsumfang
Wichtig: Dein Beitrag ist nicht an dein Einkommen gekoppelt. Das ist ein großer Unterschied zur gesetzlichen Krankenversicherung und langfristig oft ein Vorteil.
Der Vorteil des frühen Einstiegs
Je jünger du beim Eintritt in die PKV bist, desto günstiger ist in der Regel dein Startbeitrag. Und desto länger profitierst du von niedrigen Alterungsrückstellungen.
Was bedeutet das konkret?
Wer mit 25 Jahren in die PKV einsteigt, zahlt über sein gesamtes Berufsleben deutlich weniger als jemand, der dieselbe Entscheidung mit 35 Jahren trifft – bei gleicher Leistung.
Außerdem gilt: Gesundheitliche Themen, die sich im Laufe des Lebens entwickeln, spielen beim Einstieg noch keine Rolle. Je früher du einsteigst, desto wahrscheinlicher ist es, dass du ohne Risikozuschläge oder Ausschlüsse versichert wirst.
Was ist mit dem Beihilfesatz nach dem Referendariat?
Das ist ein Punkt, den viele übersehen. Dein Beihilfesatz kann sich im Laufe deines Lebens verändern, z. B. wenn du Kinder bekommst oder sich dein Familienstatus ändert. Die PKV passt sich daran in der Regel an.
Nach dem Referendariat, wenn du als verbeamteter Lehrer übernommen wirst, bleibt das Beihilfesystem grundsätzlich bestehen. Dein PKV-Vertrag läuft weiter. Du musst also nicht neu einsteigen.
Das bedeutet: Die Entscheidung, die du jetzt triffst, begleitet dich über Jahrzehnte. Sie gut zu treffen, lohnt sich.
Was ist, wenn ich nicht verbeamtet werde?
Nicht jedes Referendariat endet in einer Verbeamtung. Wenn du nach dem Referendariat in ein Angestelltenverhältnis wechselst, verlierst du den Beihilfeanspruch.
In diesem Fall hast du grundsätzlich zwei Möglichkeiten:
- Du wechselst zurück in die gesetzliche Krankenversicherung. Das ist unter bestimmten Bedingungen möglich.
- Du bleibst in der PKV und sicherst dich als Angestellter vollständig privat ab. Das ist teurer, kann aber je nach Tarif und Einkommen trotzdem sinnvoll sein.
Deshalb gilt: Wenn die Wahrscheinlichkeit einer Verbeamtung unklar ist, sollte das in die Entscheidung einfließen. Nicht jeder sollte im Referendariat automatisch in die PKV wechseln.
Gesundheitsprüfung: Jetzt ist der richtige Moment
Vor dem Abschluss einer privaten Krankenversicherung musst du Gesundheitsfragen beantworten. Diese beeinflussen direkt deinen Beitrag und die Annahmebedingungen.
Als junger Lehramtsanwärter hast du hier in der Regel die besten Karten: wenige Vorerkrankungen, keine langjährige Krankengeschichte, gute Ausgangslage für einen günstigen Tarif ohne Zuschläge.
Trotzdem gilt: Mach deine Angaben vollständig und korrekt. Auch kleine Ungenauigkeiten können später große Probleme verursachen.
Eine anonyme Risikovoranfrage kann dir helfen, vorab zu prüfen, zu welchen Konditionen du versichert werden kannst – ganz ohne Risiko für deine Versicherbarkeit.
Familienplanung im Blick behalten
Ein wichtiger Unterschied zur gesetzlichen Krankenversicherung: Es gibt keine kostenfreie Familienversicherung.
Das bedeutet: Jedes Familienmitglied benötigt einen eigenen Vertrag.
Allerdings gilt auch hier: Kinder von Beamten erhalten selbst Beihilfe. Dadurch sind die PKV-Beiträge für Kinder oft deutlich niedriger als viele erwarten.
Wenn du planst, in den nächsten Jahren eine Familie zu gründen, solltest du das bei deiner Entscheidung berücksichtigen – nicht als Hindernis, sondern als Planungsgröße.
Typische Fehler, die Lehramtsanwärter machen
Viele entscheiden sich für den günstigsten Tarif, ohne die Leistungen zu prüfen. Ein niedriger Beitrag hilft wenig, wenn im Ernstfall wichtige Leistungen fehlen.
Andere warten zu lange, bis nach dem Referendariat oder dem ersten festen Vertrag. Damit verschenken sie wertvolle Jahre mit niedrigen Einstiegsbeiträgen.
Manche treffen die Entscheidung ohne Blick auf die Wahrscheinlichkeit einer Verbeamtung und stehen später vor unnötigen Problemen beim Wechsel zurück.
Für wen ist die PKV im Referendariat sinnvoll?
Die private Krankenversicherung lohnt sich im Referendariat besonders für:
- Lehramtsanwärter mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Verbeamtung
- junge, gesunde Bewerber mit gutem Gesundheitsstatus
- Personen, die langfristig von besserer medizinischer Versorgung profitieren möchten
- alle, die früh von niedrigen Beiträgen und Alterungsrückstellungen profitieren wollen
Für Lehramtsanwärter, bei denen die Verbeamtung unsicher ist oder gesundheitliche Besonderheiten vorliegen, kann die Entscheidung anders aussehen.
Die Entscheidung sollte zu dir passen – nicht zum System
Die private Krankenversicherung kann für dich als Lehramtsanwärter eine der besten finanziellen Entscheidungen sein, die du früh triffst. Gleichzeitig ist sie keine Standardlösung für jeden.
Entscheidend sind deine individuelle Situation, dein Bundesland, deine Verbeamtungsaussichten und deine Lebensplanung.
Wer diese Faktoren sauber abwägt, trifft eine Entscheidung, die langfristig passt.
Du bist Lehramtsanwärter und möchtest wissen, ob die PKV für dich der richtige Schritt ist? Dann lass uns das gemeinsam prüfen – transparent und unverbindlich.
Häufige Fragen zur PKV für Lehramtsanwärter
In der Regel ja. Als Beamter auf Widerruf erhältst du Beihilfe von deinem Dienstherrn. Die genaue Höhe hängt von deinem Bundesland und deinem Familienstatus ab. Es lohnt sich, das vorab konkret zu klären.
Du verlierst den Beihilfeanspruch, der PKV-Vertrag bleibt aber bestehen. Du kannst unter bestimmten Bedingungen in die gesetzliche Krankenversicherung zurückwechseln oder in der PKV bleiben und eine Vollversicherung abschließen. Welcher Weg sinnvoll ist, hängt von deiner Situation ab.
Ja, als Beamter auf Widerruf bist du nicht in der GKV pflichtversichert und kannst jederzeit in die private Krankenversicherung eintreten.
Ja, oft sogar besonders. Da du nur den beihilfekonformen Restanteil absicherst, sind die Beiträge gerade im Referendariat oft überraschend niedrig. Außerdem ist der Beitrag nicht einkommensabhängig.
Bei einer anonymen Risikovoranfrage prüfen wir vorab bei mehreren Versicherern, zu welchen Konditionen du versichert werden kannst – ohne dass dein Name oder persönliche Daten weitergegeben werden. So behältst du die volle Kontrolle und weißt vor dem Abschluss, was dich erwartet.
Bei der Beihilfeversicherung sicherst du nur den Anteil ab, den die Beihilfe nicht übernimmt. Bei der Vollversicherung sicherst du 100 % deiner Kosten selbst ab. Als Beihilfeberechtigter wählst du fast immer die Beihilfevariante – sie ist günstiger und auf deine Situation zugeschnitten.
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